Willkommen bei den

Schäftlarner Konzerten

Die Konzertreihe südlich von München. Seit 1968.

Liebe Musikfreunde,

dass sich ein eindrucksvolles Konzert auch ganz ohne Violinen realisieren lässt, zeigen wir in den diesjährigen Abschlussvorstellungen in der Schäftlarner Klosterkirche am 16. Oktober.

Violinen? Es geht auch ohne!

Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade in Es-Dur für Bläseroktett, KV 375 mit ihrer besonderen Qualität haben wir einem gewissen Johann Kilian Strack zu verdanken. Als Vertrauter des Kaisers und Cellist in dessen Hausquartett hatte er Einfluss auf den Musikgeschmack des Monarchen gewonnen. Mozart besuchte Strack des Öfteren und lud ihn zur Uraufführung der Es-Dur Serenade ein. Damit wollte er einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, was ihm jedoch nicht gelang - eine Anstellung bei Hofe blieb ihm verwehrt. Die Serenade ist, trotz ihres unterhaltenden Charakters, mit kunstvollem Kontrapunkt und gesuchten harmonischen Wendungen ausgestattet. Uns hat Mozart damit eine Nachtmusik hinterlassen, die uns in zauberhafter Weise ins nächtliche Wien entführt.

Entstanden ist die Serenade Nr. 2 in A-Dur 1858 von Johannes Brahms in Detmold. Da der Komponist zwischen 1857 und 1859 immer nur von September bis Dezember am Hofe angestellt war, das Wetter im herbstlichen Teutoburger Wald eher keltisch als römisch ist, ließ er sich mozartsche Bläserserenaden schicken, um zu studieren. Zwei Serenaden sind in dieser Zeit entstanden, eine in D-Dur und die von uns aufgegriffene in A. Die Satzabfolgen lassen zwar den Einfluss Mozarts erkennen, doch bietet die 80 Jahre später entstandene Serenade von Brahms eine völlig eigenständige Klangwelt. Der geniale Einfall, das lichte A-Dur in tatsächlich herbstliches Licht zu tauchen, in dem er die hochstehende Sonne der Violinen gegen die goldene Wärme der Violen tauscht, muss selbst den immer kritischen Komponisten glücklich gemacht haben. Das hatte man bislang noch nicht gehört!

Wir bieten in dieser Saison für alle Konzerte personalisierte Sitzplätze an. Für die Aufführungen am 16. Oktober sind noch wenige Karten verfügbar. Bestellen Sie bitte hier!

Bitte beachten Sie, dass der Einlass zu den Aufführungen nur im Rahmen eines an den Kabinettsbeschluss vom 4. Oktober angepassten Hygienekonzepts zur Eindämmung von SARS-CoV-2 möglich ist. Demnach gilt die 3G-Plus-Regel: geimpft, genesen, getestet mit PCR-Test (maximal 48 Studen alt). Wir sind dazu verpflichtet, entsprechende Nachweise - Impfausweis, Nachweis über die Genesung oder PCR-Test - gemeinsam mit einem gültigen Ausweisdokument zu kontrollieren. Eine Testmöglichkeit vor Ort ist nicht vorhanden.

Und noch ein Hinweis für alle Besucher, die über die Staatsstraße St 2071 zum Kloster, zum Beispiel aus Richtung Grünwald oder Bad Tölz, kommen: Die Zufahrten bei Beigarten/Dingharting zum Kloster sind voll gesperrt. Das Straßenbauamt Weilheim empfiehlt, über die Isarbrücke zwischen Grünwald und Pullach auszuweichen. Weiter südlich bietet sich auch an, über Ascholding nach Wolfratshausen zu fahren und die Isar dort über die Marienbrücke zu queren.

Herzlich,
Ihr Team der Schäftlarner Konzerte:
Michael Forster – künstlerischer Leiter
Susanne Rieder – Vorsitzende des Förderkreises Schäftlarner Konzerte e.V.
Christian Schenk – Finanzvorstand Schäftlarner Konzerte e.V.

Über die Konzerte

Benno Forster hat 1968 die Schäftlarner Konzerte ins Leben gerufen. 1972 war die Konzertreihe Teil des offiziellen Olympischen Kulturprogramms. Mehrere Jahre gestaltet Benno Forster das Programm zusammen mit seinem Sohn Michael, bis dieser 2018 mit dem 50. Jubiläum der Konzertreihe die künstlerische Leitung komplett übernommen hat.
Es spielen - gemeinsam mit renommierten Solisten - Instrumentalisten aus den drei großen Münchner Symphonieorchestern. Die Musiker des Bayerischen Staatsorchesters, der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bilden seit Jahren das traditionelle Orchester der Schäftlarner Konzerte.

Michael Forster

Künstlerische Leitung

Benno Forster

Gründer der Schäftlarner Konzerte

Kloster Schäftlarn

Kloster Schäftlarn gehört zu den bayerischen Urklöstern und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde es 762 als Benediktinerkloster. In den Wirren der Ungarnkriege im 10. Jahrhundert ging es unter. Bischof Otto von Freising erneuerte es 1140 und übergab es den Prämonstratensern, die es bis zur Säkularisation 1803 führten. Ihnen ist auch der Klosterneubau des frühen 18. Jahrhunderts mit seiner hervorragenden Rokokokirche zu verdanken, an deren Bau und Ausstattung so bedeutende Künstler wie Francois Cuvillies, Johann Michael Fischer, Johann Baptist Zimmermann und Baptist Straub beteiligt waren.
Die Wiederbegründung als Benediktinerkloster erfolgte 1866 durch König Ludwig I. mit dem Auftrag, "dass die Ordensmitglieder sich der Seelsorge wie der Erziehung und Bildung der Jugend widmen sollen". Dieser Tradition fühlen sich Kloster und Gymnasium verpflichtet: Als Lehrer und Präfekten sind auch Ordensangehörige tätig. Liturgie und Pflege der Kulturgüter und der Natur sind darüber hinaus selbstverständliche Anliegen des Ordens. Mit diesem Selbstverständnis ist Kloster Schäftlarn die ideale Heimat der Konzertreihe "Schäftlarner Konzerte", deren Veranstaltung ab 2021 der Verein Schäftlarner Konzerte e.V. übernommen hat.

Gastronomie

Sie möchten vor dem Konzert in den Biergarten oder nach dem Konzert gut Essen gehen? Nutzen Sie das gastronomische Angebot in der Nähe. Zum Beispiel im Kosterbräu Stüberl gegenüber dem Kloster oder im Gasthaus zum Bruckenfischer an der Isar (ca. 1 km vom Kloster entfernt). Oder Sie genießen Blumenpracht und Springbrunnen im Prälatengarten.